
Das am Ufer des Kawaguchi-Sees gelegene Ubuya Onsen mit unvergleichlichem Blick auf den Berg Fuji sorgt für umfassende Entspannung – und verbindet modernes Design harmonisch mit der traditionellen Onsen-Kultur.
Stellen Sie sich vor, wie Sie im dampfenden Thermalwasser eines japanischen Onsen unter einem Blätterdach aus Kirschblüten entspannen oder den Panoramablick auf den Fuji genießen. Klingt gut? In Japan ist das Entspannen in einem traditionellen Thermalbad fester Bestandteil des Alltags und nicht nur gelegentlicher Luxus.
Die tief in der jahrtausendealten Geschichte verwurzelten Onsen sind Orte der Begegnung, an denen Natur und Wohlbefinden zusammenkommen – eine Oase der Ruhe, in der Reisende entspannen und die lokale Kultur erleben können. Ob Sie mit Familie, Freunden oder alleine reisen: In diesem Reiseführer erfahren Sie alles Wichtige über Japans berühmte Thermalbäder.
Tipp: Wenn Sie wenig Zeit haben oder nicht das volle Onsen-Erlebnis genießen können, versuchen Sie ein Ashiyu (Fußbad). Diese Fußbäder finden sich in Onsen-Orten oft in den Straßen und Parks in der Nähe der Thermalbäder. Sie sind in der Regel kostenlos und bieten ein entspannendes Erlebnis, ohne dass man sich ausziehen oder vollständig ins Wasser eintauchen muss. Einfach Schuhe und Socken ausziehen und entspannen.
Der von dicht bewaldeten Bergen und dem Maruyama-Fluss eingerahmte Ort Kinosaki ist als einer der besten Onsen-Orte Japans berühmt und blickt auf eine über 1.300-jährige Geschichte zurück. Mit seiner friedlichen Atmosphäre und den zahlreichen natürlichen Thermalquellen zieht er Reisende aus aller Welt an.
In Kinosaki und seinen sieben Badehäusern erwartet Sie ein authentisches Erlebnis. Jedes Badehaus hat seine ganz eigene Bauweise, Atmosphäre und Gestaltung – vom Rotenburo (Thermalbad im Freien) mit Bergblick im Satono-yu bis zum Höhlenbad im Goshonoyu.
Viele Ryokans, wie beispielsweise das Nishimuraya Honkan und das Morizuya, bieten einen Ortspass an, mit dem Sie während Ihres Aufenthalts alle sieben Bäder nutzen können. Der Ort ist zudem ganzjährig ein lohnendes Reiseziel: Im Frühling lockt die Kirschblüte, und im Winter (November bis März) können Sie frische Matsuba-Schneekrabben aus der Region genießen – ein authentisches Erlebnis ist also zu jeder Jahreszeit garantiert.
Gut zu wissen:

Beppu liegt an der Küste Kyushus und wird oft als „Japans Onsen-Hauptstadt“ bezeichnet. Hier sieht man an den Straßen und Hängen oft Dampf aufsteigen. Beppu ist nicht ein einzelner Ort, sondern besteht aus mehreren Bereichen mit Onsen, die sich über das gesamte Stadtgebiet erstrecken und jeweils unterschiedliche Badeerlebnisse bieten – von Schlammbädern bis hin zu Sandbädern.
Beppu bietet neben den klassischen Thermalbädern eine breite Palette an Badeerlebnissen, darunter Dampf-, Schlamm- und Sandbäder. Ein Highlight in Beppu ist die Jigoku Meguri (Höllentour). Diese Tour, die am einfachsten mit dem Bus zu bewältigen ist, führt zu sieben verschiedenen vulkanischen Quellen, die für ihre leuchtenden Farben – von Kobaltblau bis Blutrot – bekannt sind. Unterkünfte wie das Hyotan Onsen und das Kappo Ryokan Kannawa Bettei verfügen auch über private Badeanlagen, sodass Sie in Ihrer ganz persönlichen exklusiven Atmosphäre entspannen können.
Neben einer breiten Palette an Erlebnissen und Aktivitäten bietet Beppu auch eine Vielzahl an Unterkünften, darunter:
Beppu beherbergt acht Onsen-Dörfer, die zusammen als Beppu Hatto bekannt sind. Im Gegensatz zu kleineren Onsen-Orten nutzen Reisende hier häufig Busse oder Taxis oder mieten ein Auto, um von Bezirk zu Bezirk zu gelangen.
Bei Ihrer Erkundungstour werden Sie feststellen, dass jeder Bezirk seine eigenen Besonderheiten hat:
Gut zu wissen: Bevor Sie ein Bad in Beppu besuchen, sollten Sie wissen, dass das Wasser in den Thermalbädern meist um die 43 °C warm ist. Fragen Sie aber immer nach, bevor Sie kaltes Wasser hinzufügen. Im Gegensatz zu anderen Teilen Japans ist es hier außerdem verpönt, am Wannenrand zu sitzen.

Mitten im Kyushu-Tal liegt das malerische Kurokawa Onsen. Kurokawa, umgeben von üppigen Wäldern und in der Nähe des Berges Aso gelegen, bietet Reisenden ein entspannendes und authentisches japanisches Onsen-Erlebnis.
Das Kurokawa Onsen ist wegen des Engagements für den Naturschutz einzigartig. Große Hotels, Leuchtreklamen und grelle Farben sind verboten – jeder Teil der Stadt ist so gestaltet, dass er sich harmonisch in die natürliche Umgebung einfügt. Üblich ist hier der Besuch mehrerer verschiedener Onsen, weshalb es sich für viele Besucher empfiehlt, sich im Besucherzentrum den Nyūtō-Tegata-Pass zu besorgen.
Dieser Pass aus Holz hat drei Aufkleber für den Eintritt in drei teilnehmende Badehäuser. Da viele Ryokans teilnehmen, besteht die einzige Schwierigkeit darin, sich zu entscheiden, welche Badehäuser Sie besuchen wollen. Nicht verwendete Aufkleber können Sie in der Regel in teilnehmenden Lokalen gegen Getränke, Snacks oder ein Souvenir eintauschen.
Ein unvergleichliches Badeerlebnis bietet der Besuch in der Höhle im Ryonkan Shinmeikan. Das in der Höhle befindliche Onsen verfügt über zwei gemischtgeschlechtliche Bäder und ein separates Bad nur für Frauen. Alternativ haben Reisende im Ikoi Ryokan die Möglichkeit, ein „Stehbad“ zu erleben.
Reisende haben auch die Wahl zwischen mehreren anderen Ryokans, wie zum Beispiel dem Kurokawa Onsen Oyado Noshiyu, wo die Gäste das traditionelle Teehaus, Holzbäder sowie Frühstück und ein Kaiseki-Abendessen – ein unverfälschtes japanisches Mehrgänge-Menü – genießen können.
In Kurokawa gibt es rund 26 öffentliche Bäder, darunter einige gemischtgeschlechtliche Freiluftbäder. Wer ein eher privates Onsen-Erlebnis bevorzugt: Viele Hotels und Ryokans bieten private Bäder an, die Sie stundenweise mieten können.

Das am Ufer des Kawaguchi-Sees gelegene Ubuya Onsen mit unvergleichlichem Blick auf den Berg Fuji sorgt für umfassende Entspannung – und verbindet modernes Design harmonisch mit der traditionellen Onsen-Kultur.
Was Ubuyu so außergewöhnlich macht, sind die atemberaubende Aussicht und das „Celebrate Life“-Konzept, das Gäste dazu einlädt, besondere Lebensereignisse zu begehen. Für solche Feierlichkeiten stellt das Hotel traditionelle Happi-Jacken und handgefertigte Kusudama (dekorative Papierkugeln) mit festlichen Botschaften zur Verfügung.
Gäste können außerdem den kleinen Shintō-Schrein „Konohana no Yashiro“ im ersten Stock besuchen, der Konohana no Sakuyahime, der Göttin des Berges Fuji, gewidmet ist. In der Nähe können Gäste auf einer Fuji-förmigen Tafel Dankesbotschaften oder Wünsche für die Zukunft hinterlassen.
Ein besonderer Vorzug des Ubuya ist die Lage. Die außergewöhnliche Aussicht lässt sich von nahezu allen Zimmern, einschließlich der Hauptbadebereiche, aus genießen. Anstatt in der Stadt verschiedene Bäder aufsuchen zu müssen, können die Gäste die verschiedenen Pools der Unterkunft nutzen und so einen entspannteren Aufenthalt verleben.
Das Badehaus erstreckt sich über zwei Etagen und bietet folgende Badeoptionen:
Neben den Bädern verfügt das Ubuya auch über Saunen, ein Spa, Ruheräume, eine Bibliothek, Karaoke und saisonale Kaiseki-Küche im hoteleigenen Restaurant. Nach einem entspannten Tag können Sie einen Aufenthalt im nahegelegenen Fuji Kawaguchiko Onsen Konansou buchen, von wo aus Sie weiterhin den Blick auf den Fuji genießen können.

Das Dogo Onsen ist eines der ältesten japanischen Thermalbäder mit langer Geschichte und wird bereits in Jahrtausende alten Texten erwähnt. Das heute noch bestehende Badehaus in der Stadt Matsuyama wurde 1894 zu Ehren von Kaiser Meiji errichtet.
Im Laufe der Jahre hat das Dogo Onsen nichts von seiner Bedeutung eingebüßt. Zudem soll das Hauptbadehaus Aburaya im Film Chihiros Reise ins Zauberland, mit seinen verwinkelten Gängen, gewundenen Treppen und den kleinen Tatami-Zimmern, davon inspiriert sein.
Auch darüber hinaus ist Dogo etwas ganz Besonderes, weil es seine Geschichte am Leben erhält und Einheimischen wie Besuchern ermöglicht, daran teilzuhaben. Mit Ihrem Ticket können Sie das historische Honkan-Gebäude erkunden, ein mehrstöckiges öffentliches Badehaus aus dem 19. Jahrhundert. Im Inneren finden Sie Folgendes:
Hinweis: Aufgrund der hohen Nachfrage ist die Besuchszeit in den Bädern in der Regel auf 60–90 Minuten begrenzt.
Nach einem Badetag können Sie Ihr Entspannungsprogramm in der Unterkunft Dogo Onsen Funaya fortsetzen, die für ihre saisonalen Kaiseki-Menüs und ihren großen japanischen Garten bekannt ist.

Das berühmte Hyotan Onsen ist das einzige mit drei Michelin-Sternen ausgezeichnete Thermalbad Japans und bietet Familien ein entspanntes Badeerlebnis in traditionellem Ambiente an den Hängen von Beppu.
Das Hyotan Onsen gilt als Top-Adresse für Familien, die die traditionelle japanische Badekultur in entspannter Atmosphäre erleben möchten. Es stehen 14 private Familienbäder zur Auswahl, davon acht im Innen- und sechs im Außenbereich. Jedes Bad hat sein eigenes Thema und seinen eigenen Stil, vom naturnahen Kajika-Bad (Baumfroschbad) bis hin zum nostalgischen Hibiki-Bad (Echobad). So finden Sie garantiert das perfekte Ambiente für Ihr Familienbad.
Private Familienbäder können für 90 Minuten für ca. 2.400 JPY (15 USD) gebucht werden, damit Sie gemeinsam mit Ihren Lieben in Ruhe baden können. Nach dem entspannenden Bad können Sie die private Sauna nutzen, die in jedem Familienzimmer vorhanden ist.
Neben dem Baden im Wasser bietet das Hyotan auch Sandbäder zum Selbermachen an – die für alle Altersgruppen (Kinder und Jugendliche in Begleitung) zugänglich sind. Hier können sich die Gäste sanft in den warmen Sand eingraben und ein spielerisches Erlebnis genießen. Nach dem Sandbad laden die Ruhebereiche zum Entspannen oder zum Kartenspiel ein. Im hoteleigenen Restaurant werden verschiedene Gerichte angeboten – Kindergerichte und Sake sind ebenfalls vorhanden – sowie der mit dem Dampf des Hyotan Onsen zubereitete gedämpfte Pudding. Nach dem Baden können Sie Ihr traditionelles Erlebnis mit einem Aufenthalt im Kunisakisou fortsetzen.

Eine einzigartige Interpretation der japanischen Onsen-Kultur bietet der weltberühmte Thermalbad-Themenpark Hakone Kowakien Yunessun – ein tolles Erlebnis für die ganze Familie.
Anders als in traditionellen Onsen, in denen vollständige Nacktheit Pflicht ist, müssen Besucher im Hauptbereich des Hakone Kowakien Yunessun Badekleidung tragen – Kinder unter drei Jahren benötigen eine Schwimmwindel. Diese kann bei Bedarf vor Ort erworben werden.
Dieser abwechslungsreiche Bereich bietet verschiedene Badebereiche, darunter Kaffee-, Wein- und Grüntee-Themenpools – die alle auch für Kinder zugänglich sind. Weitere für Familien geeignete Bereiche im Hakone Kowakien Yunessun:
Für noch mehr Abwechslung gibt es für Familien den Rodeo Mountain, einen Außenpool mit Wasserrutsche, und God's Aegean Sea, ein geräumiges Innenbecken. Sollten die öffentlichen Bäder überfüllt sein, können Sie auch private Bäder buchen. Die Kosten hierfür betragen ca. 7.000 JPY oder 45 USD für zwei Stunden.
Neben den Bädern bietet dieses Onsen einen separaten Still- und Wickelraum, Umkleidemöglichkeiten und familienfreundliche Restaurants, darunter das Restaurant Fontana am Pool und das Buffetrestaurant Hakone.
Um das Hakone Kowakien Yunessun bequem erreichen zu können, empfiehlt sich ein Aufenthalt in einem örtlichen Ryokan wie dem Hakone Kowakien Tenyu oder dem Hakone Kowakien Miyamafurin.

Diese öffentlichen Badehäuser befinden sich am Rande des Jōshin’etsu-Kōgen-Nationalparks. Sie sind dafür bekannt, den größten natürlichen Zufluss an heißem Quellwasser in ganz Japan zu haben.
Diese öffentlichen Thermalbäder sind eine hervorragende Option für preisbewusste Reisende, da sie von der Stadt für die Einheimischen betrieben werden – aber auch für Besucher zugänglich sind. Dadurch können Sie in den öffentlichen Badehäusern das traditionelle Onsen-Bad ohne zusätzliche Kosten – wie beispielsweise für die Anmietung eines privaten Baderaums in einem Ryokan – erleben.
Die öffentlichen Bäder in Kusatsu sind zwar preisgünstig, da aber keine Reservierung erforderlich ist, kann es besonders an Wochenenden und in der Hochsaison sehr voll werden. Es empfiehlt sich außerdem, eigene Handtücher und Seife mitzubringen, da für den Kauf eine Gebühr anfallen kann.
Kusatsu bietet drei verschiedene Badeerlebnisse an:
Wer beim Baden lieber ungestört sein möchte, findet in der ganzen Stadt zahlreiche Ryokans mit Einrichtungen für mehr Privatsphäre, beispielsweise im Tokinoniwa und Urakusatsu TOU. Einige Ryokans erlauben tagsüber auch Tagesgästen die Nutzung der Bäder. Die Gebühr dafür liegt in der Regel bei 500–1500 JPY (ca. 3–10 USD).

Das am Fuße des Rokkō-Gebirges gelegene Arima Onsen ist ein beliebter, preisgünstiger Ort, der von Großstädten wie Kobe und Osaka aus leicht zu erreichen ist.
Arima ist eines von Japans ältesten Thermalbad-Resorts und bekannt für seine farbenfrohen öffentlichen Bäder:
Beide Bäder können einzeln besucht werden. Wer beide ausprobieren möchte, kann ein Kombiticket für den Zutritt zu beiden erwerben. Diese öffentlichen Bäder sind ideal für preisbewusste Reisende und bieten die Möglichkeit zum entspannten Baden ohne Voranmeldung. So können Reisende die japanische Badekultur erleben, ohne für ein Privatzimmer oder ein mehrgängiges Kaiseki-Menü bezahlen zu müssen. Nach dem Bad lädt die Hauptstraße zum Bummeln und zum Probieren der vielfältigen Streetfood-Angebote ein. Beliebte Spezialitäten sind Kobe-Rindfleisch-Kroketten, Sojamilch-Donuts und Onsen Manju (gedämpfte Brötchen, die mit dem Dampf der Thermalquellen zubereitet werden).
Öffentliche Bäder sind zwar eine günstige Option, können aber aufgrund ihrer zentralen Lage sehr voll werden – besonders an Wochenenden, Feiertagen und in der Hochsaison. Die Einrichtungen können zudem einfacher sein als in gehobenen Ryokans, sind aber leicht zugänglich und ermöglichen ein traditionelles Erlebnis mit einem super Preis-Leistungs-Verhältnis.
Wie andere Onsen-Orte öffnen auch viele Ryokans in Arima ihre Bäder tagsüber für Tagesgäste. Dafür fällt in der Regel eine Gebühr von 1.000–3.000 JPY (ca. 7–20 USD*) an. Alternativ bietet sich ein Besuch im Taiko no Yu an – einem Thermalbad-Themenpark mit 26 verschiedenen Bädern, Ruhebereichen und Saunen.
Falls die öffentlichen Bäder überfüllt sind, bieten einige Hotels wie das Kamenoi Hotel Arima und das Arima Grand Hotel Tageskarten an, mit denen Sie deren Einrichtungen nutzen können.

Das beschauliche Städtchen Shuzenji Onsen liegt etwa zwei Autostunden von der pulsierenden Metropole Tokio entfernt. Reisende können hier den Alltag hinter sich lassen und sich im öffentlichen Bad Hakoyu ein entspannendes Onsen-Bad gönnen.
Wenn Sie in der Nähe von Tokio ein authentisches Thermalbad-Erlebnis suchen und den Alltag der Einheimischen kennenlernen möchten, ist Hakoyu genau richtig für Sie. Dort gibt es ein großes, rechteckiges Becken mit Thermalquellenwasser, das meist um die 42 °C warm ist.
Es ist eine ruhige Alternative zu Wasserparks mit Thermalbädern oder Bädern in belebteren Gegenden, wo ein entspannendes Bad in ruhiger Atmosphäre nur zu bestimmten Zeiten möglich ist. Nach dem Baden können Sie den nahegelegenen, 12 Meter hohen Aussichtsturm aus Holz besteigen und den Blick über die Tempeldächer und den Fluss Katsura River genießen. Im traditionellen Shuzenji Onsen Hotel Takitei übernachten Sie ganz in der Nähe.

In hervorragender Lage an der Südostküste der Kii-Halbinsel befindet sich das Nanki-Katsuura Onsen, etwa vier Autostunden von Osaka entfernt.
Die Hauptattraktion von Nanki-Katsuura ist das Höhlenbad Bokido Onsen (Höhle der vergessenen Schildkröte) im Hotel Urashima . Gäste können hier ein entspannendes Bad genießen und dabei den Blick auf die nahen Wellen schweifen lassen.
Im ganzen Ort finden Sie eine Vielzahl an Innen- und Außenbädern – darunter die öffentlichen Badehäuser Hamayu und Nishiki-no-Yu. Das ist ideal, wenn Sie zwischendurch das Resortgelände verlassen möchten. Falls Ihnen die Badehäuser zu voll sind, machen Sie doch einen Ausflug zum Kumano-Bettei Nakanoshima. Dieses Freiluftbad liegt direkt am Wasser auf einer privaten Insel, die in fünf Minuten mit der Fähre erreichbar ist.

Ein Onsen ist ein traditionelles Thermalbad, dessen Wasser reich an natürlichen Mineralien ist und ein entspannendes Erlebnis für Körper und Geist bietet.
In Japan gibt es zwei Arten von Thermalbädern:
Natürliche Onsen, auch „echte Onsen“ genannt , nutzen geothermales Wasser, das durch vulkanische Aktivität erhitzt wird und reich an Mineralien wie Kalzium, Schwefel und Natrium ist. Viele natürliche Onsen umfassen auch ein Freiluftbad, ein sogenanntes Rotenburo, in dem inmitten von Bergen, Flüssen und Wäldern gebadet wird.
Jinko-Onsen sind künstlich angelegte Onsen , die mit erhitztem Wasser oder natürlichem Quellwasser mit Mineralienzusatz ein traditionelles Thermalbad nachbilden. Künstliche Onsen gibt es sowohl in Innenräumen (bekannt als Uchiyu) als auch im Freien (Rotenburo). Diese gibt es üblicherweise in großen öffentlichen Badehäusern, Resorts und Hotels.
Onsen-Orte sind japanische Städte und Dörfer, die um die Thermalquellen herum angelegt wurden und oft in ländlichen, Küsten- oder Bergregionen liegen. Für viele Reisende sind Onsen-Orte die ideale Möglichkeit, dem Trubel der japanischen Großstädte zu entfliehen.
Onsen-Orte (Onsen-Machi) ermöglichen es Reisenden, in die Kultur der Einheimischen einzutauchen.
Das Baden ist in Onsen-Orten fester Bestandteil des Alltags, und es ist nicht ungewöhnlich, dass Einheimische von Badehaus zu Badehaus gehen und sich dem Onsen-Meguri (Onsen-Hopping) hingeben.
Viele Hotels in Japan bieten Onsen nachempfundene Spas an, in denen Gäste die lokale Kultur erleben können, ohne weit reisen zu müssen. Diese Spas wirken oft moderner als die traditionellen Thermalbäder in Onsen-Orten.
Manche Hotels nutzen echtes Thermalwasser, das aus nahegelegenen Quellen bezogen wird, während andere das Onsen-Erlebnis mit erwärmtem oder natürlichem Quellwasser und zugesetzten Mineralien nachbilden. Hotels verfügen in der Regel über zusätzliche Einrichtungen wie Saunen, Schwimmbäder, Behandlungsräume und Ruhezonen sowie private Baderäume, was besonders für Erstbesucher und Familien von Vorteil sein kann.
Wer in Japan ein authentisches und traditionelles Onsen-Erlebnis sucht, ist mit einem Aufenthalt in einem Ryokan bestens beraten. Diese traditionellen japanischen Gasthäuser bieten Kultur pur – mit Tatami-Matten (Strohmatten), Futonbetten und Schiebetüren.
Ryokans verfügen meist über eine Vielzahl von Bädern, darunter Bäder im Innen- und Außenbereich, die nach Geschlechtern getrennt oder gemischt sein können. Private Bäder sind in der Regel ebenfalls verfügbar, diese sind jedoch oft kleiner und müssen gegebenenfalls im Voraus gebucht werden.
Neben dem Baden sind Ryokans auch bekannt für ihre mehrgängigen Abendessen mit verschiedenen Gerichten mit saisonalen Zutaten, die den Geschmack der Einheimischen widerspiegeln.
Der Besuch in einem Onsen ist schon für sich ein Erlebnis. Nackt mit einer Gruppe Fremder zu baden, ist noch einmal etwas ganz anderes. Falls Sie zum ersten Mal ein Onsen besuchen möchten, finden Sie hier einige Dinge, die Sie wissen sollten, bevor Sie Ihre Füße ins Wasser tauchen.
Prüfen Sie vor dem Betreten die Vorhänge (Noren) : Am Eingang der Bäder befinden sich farbige Trennvorhänge, sogenannte Noren. Diese sind am Eingang für Frauen (gekennzeichnet mit dem Kanji 女) üblicherweise rot oder rosa, während sie am Eingang für Männer (gekennzeichnet mit dem Kanji 男) blau oder grün sind.
Hinweis: Einige Onsen wechseln die Symbole täglich, damit alle Gäste die jeweilige Aussicht oder Einrichtung erleben können. Überprüfen Sie daher Farbe und Symbol bei jedem Onsen-Besuch, auch wenn Sie erst am Vortag dort waren.
AnderesOnsen, andere Richtlinien – diese können je nach Region und Onsen unterschiedlich sein. Es ist immer ratsam, auf Hinweisschilder zu achten, um zu erfahren, ob für das Onsen,das Sie besuchen, besondere Richtlinien gelten.
Schuhe sind im Badebereich nicht gestattet – Badeschuhe zum Herumlaufen stehen meist bereit. Bitte lassen Sie Ihre Schuhe in den Schließfächern am Eingang oder in der Umkleidekabine.
Bitte entkleiden Sie sich nur in der Umkleidekabine. Beachten Sie, dass Unterwäsche und Badekleidung im Badebereich nicht gestattet sind, sofern dies nicht anders angegeben ist.
Es gibt einen separaten Duschbereich, in dem Sie sich vor dem Baden waschen müssen – waschen Sie sich gründlich, bevor Sie ins Wasser gehen.
Nach einem entspannenden Bad ist zwar keine Dusche nötig, es ist aber üblich, sich vor dem Verlassen des Badebereichs abzutrocknen. So bleibt die Umkleidekabine trocken – und achten Sie stets darauf, dass Ihr Handtuch nicht mit dem Wasser in Berührung kommt.
Eine Tageskarte für Onsenkann online oder vor Ort gebucht werden. Einige Onsen sind jedoch Ryokan-Onsen und erfordern eine Voranmeldung. In Japan ist Rakuten eine der beliebtesten Websites für Buchungen. Obwohl es sich um ein lokales Unternehmen handelt, gibt es für Reisende einige Nachteile. Zum Beispiel:
Sind Sie auf der Suche nach Ihrem nächsten Onsen-Erlebnis? Mit Booking.com können Sie sich entspannt zurücklehnen und Ihr Bad genießen. Sie erhalten Folgendes:
Unter 1.000 JPY: Standarderlebnis in einem öffentlichen Bad
1.000–2.000 JPY: Gehobene Einrichtungen oder Zugang zu mehreren Bädern.
Über 2.000 JPY: Luxusresorts, Themenparks, private Erlebnisse oder exklusive Hotelbäder.
Tätowierungen haben in Japan eine wechselvolle Geschichte, da sie früher mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht wurden. Im Laufe der Zeit haben einige Onsen ihre Richtlinien diesbezüglich gelockert oder bitten Gäste, ihre Tätowierungen abzudecken. In traditionelleren Onsen herrscht zwar weiterhin ein Tattoo-Verbot, dennoch empfiehlt es sich, vorsichtshalber beim jeweiligen Onsen nachzufragen und gegebenenfalls Abdeckpflaster mitzunehmen.
In Onsen ist man in der Regel nackt. Die meisten Onsen haben diese Regelung, um die lokale Tradition zu wahren. Es geht darum sicherzustellen, dass alle Gäste gleich sind und sich auf die Entspannung konzentrieren können und dass das Wasser möglichst sauber bleibt.
Ja, Reisende sind in japanischen Onsen grundsätzlich willkommen. Der Besuch eines Onsen ist eine der besten Möglichkeiten, die lokale Kultur kennenzulernen – denken Sie aber bitte immer daran, die Etikette der jeweiligen Unterkunft oder Einrichtung zu beachten.
Sollten Sie sich bezüglich der Etikette unsicher sein oder Fragen haben, steht Ihnen das Personal jederzeit mit Rat und Tat zur Seite – von der richtigen Kleidung über die Aufbewahrung Ihrer Sachen bis hin zum Binden Ihres Yukata.
Onsen haben je nach Anlage unterschiedliche Temperaturen, liegen aber im Allgemeinen zwischen 38 °C und 43 °C. Viele Einrichtungen bieten verschiedene Bäder mit leicht unterschiedlichen Temperaturen an, sodass Sie in der Regel alle ausprobieren können, um die angenehmste Temperatur zu finden.
* Hinweis: Die in diesem Artikel genannten Preise für Onsen waren zum Zeitpunkt der Recherche (Februar 2026) korrekt und können je nach Datum, Paket oder Verfügbarkeit variieren. Die Währungsumrechnungen sind Richtwerte und dienen lediglich der Orientierung; die tatsächlichen Raten können zum Zeitpunkt der Reise abweichen.