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Die drei Nationalparks in Wales

Erklimmen Sie den Snowdon, den Berg, den Edmund Hillary einst zum Training für den Everest nutzte, oder verbringen Sie einen gemütlichen Tag am Strand in Pembrokeshire.

Unser Reiseführer hilft Ihnen dabei, diese drei Nationalparks zu erkunden, die 20% von Wales abdecken und sich über weite, goldene Strände, feuchte, neblige Berge und Wälder erstrecken.

Snowdonia

Folgen Sie dem Llanberis Pfad bis zum Gipfel des Snowdon, und erleben Sie die eisigen Bergkessel und messerscharfen Gebirgskämme hautnah

Folgen Sie dem Llanberis Pfad bis zum Gipfel des Snowdon, und erleben Sie die eisigen Bergkessel und messerscharfen Gebirgskämme hautnah

Snowdonia war der dritte Nationalpark, der in Großbritannien gegründet wurde – nach dem Peak District und dem Lake District – und dank seiner atemberaubenden Landschaft und den vielen Wanderwegen, ist Snowdonia auch heute noch einer der beliebtesten Nationalparks.
Snowdonia umfasst 2132 km² an Bergen, spiegelglatten Seen und atmosphärischen Moorlandschaften. Doch am bekanntesten ist der Nationalpark für den Snowden, der mit stattlichen 1085 m inmitten der Wildnis in die Höhe ragt. Er ist der höchste Berg in Wales und der dritthöchste im vereinigten Königreich. Und er ist auch der Berg, den Edmund Hillary einst für sein Training für den Everest nutzte. Es gibt sechs Hauptwanderwege zum Gipfel, von welchen der Llanberis Pfad (ca. sechs Stunden zum Gipfel) der beliebteste ist (und dennoch fühlt man sich oft, als wäre man ganz allein auf dem Pfad). Auf dem Weg zum Gipfel des Snowdon erleben Sie die eisigen Bergkessel und messerscharfen Gebirgskämme, während Sie tiefer und tiefer in den Nebel steigen. Wenn Sie eine einfachere Route suchen, ist der erste Teil des Miner’s Path etwas für Sie. Denn dieser Pfad ist viel leichter und Sie genießen dennoch eine atemberaubende Aussicht. Und wenn Ihnen der Snowdon etwas zu groß ist, gibt es auch zahlreiche kleiner Gipfel zu erklimmen, wie den Cwm Idwal oder Tryfan im Ogwen Valley, der letztere dauert weniger als 2 Stunden bis zum Gipfel und auf dem Weg können Sie historische Burgen und Dörfer bewundern. Übernachten Sie in einem alten Steincottage mitten im Nationalpark in dem gut bewerteten Einzimmer Bed & Breakfast Garth Engan.

Brecon Beacons

Steigen Sie auf den Gipfel des Pen y Fan, den höchsten in Südwales

Steigen Sie auf den Gipfel des Pen y Fan, den höchsten in Südwales

Der Nationalpark Brecon Beacons ist ein weiteres Paradies für Bergsteiger, denn mit seinen Bergen aus rotem Sandstein, eisigen Felsformationen, Burgen und uralten Wäldern mit versteckten Wasserfällen hat er einiges zu bieten. Außerdem ist der Park Heimat des ersten internationalen Lichtschutzgebiets in Wales (von wo aus man angeblich die Milchstraße, Gasnebel und manchmal sogar Meteoritenschauer sehen kann). Damit ist der Nationalpark ein idealer Ort zum Campen unter dem Sternenhimmel. Die meisten Wanderbegeisterten gehen gleich zum Pen y Fan oder Corn Du, die beiden höchsten Gipfel in Südwales. Diese sind mit 886 und 873 Metern über dem Meeresspiegel relativ leicht zu bewältigen. Die beliebteste Route ist ein Rundweg der zentralen Beacons oder – für erfahrenere Bergsteiger – der 4- bis 5-stündigen „Gap” Pfad, der am Neuadd Reservoir beginnt (parken Sie Ihr Auto am Taf Fechan Forest Parkplatz). Ein weiteres Muss sind die Höhlen von Dan-yr-Ogof, die aus der Cathedral Cave, Show Cave und Bone Cave bestehen, einem 17 Kilometer langen Höhlensystem mit gespenstisch beleuchteten, unterirdischen Kammern, in denen Skelette aus der Bronzezeit entdeckt wurden. Genießen Sie die Nähe zum Pen y Fan sowie den herrlichen Bergblick im herzlichen Herdmans B&B.

Pembrokeshire-Coast-Nationalpark

Hier gibt es über 50 Strände, die genauso gut in der Karibik sein könnten – mal abgesehen von den Temperaturen

Hier gibt es über 50 Strände, die genauso gut in der Karibik sein könnten – mal abgesehen von den Temperaturen

Der Pembrokeshire-Coast-Nationalpark ist der einzige britische Nationalpark, der ausschließlich aus Küstenlandschaften besteht. Und der beste Teil des Parks ist wohl der Pembrokeshire Coast Path. Dieser knapp 300 km lange Wanderweg verläuft von St Dogmaels im Norden bis nach Amroth im Süden und führt an Lagunen, Leuchttürmen, abgelegenen Landzungen und Felsformationen wie St Davids vorbei. Oder der grasbedeckten Kalksteinbrücke „Green Bridge of Wales”, auf der zahlreiche Seevögel ihre Nist- und Brutplätze gefunden haben. Außerdem hat dieser Nationalpark über 50 Strände, die genauso gut in der Karibik sein könnten – mal abgesehen von den Temperaturen; ganz besonders Barafundle Bay und Whitesands. Wenn Sie sich nach noch mehr Naturschönheit sehnen, sollten Sie eine der Inselgruppen in Küstennähe besuchen; die von einem scharfen Wind durchwehte Insel Skomer ist Heimat der größten Papageientaucher Kolonie im Süden von Großbritannien sowie anderen Vogelarten wie Milanen und Falken. Näher am Ufer in der Meeresbucht können Sie Delfinen und Robben beim Spielen zusehen. Eine Buslinie entlang der Küste, die für Wanderer eingeführt wurde, steht das ganze Jahr über zur Verfügung. Sie müssen also nicht die gesamte Strecke laufen, sondern können immer wieder ein Stück mit dem Bus fahren.
Übernachten Sie im St David's Guesthouse, einem königlichen Landhaus ganz in der Nähe des Pembrokeshire Coast Paths.