48 Stunden in Tokio für jeden Geschmack

Reiseziele

Sie sind schon durch die geschäftigen Straßen von Shinjuku gelaufen, haben sich mit vielen anderen über die berühmte Shibuya-Kreuzung gewagt und die atemberaubende Aussicht auf die Stadt vom Tokyo Skytree aus genossen – aber Sie haben noch ein paar Stunden, bevor Sie mit dem Taxi zum Flughafen gebracht werden? Japans Hauptstadt steht dieses Jahr im Rampenlicht und hat deshalb mehr zu bieten als je zuvor. Sehen Sie sich unseren ultimativen Plan für 48 Stunden in Tokio an, der für jeden Geschmack etwas bereit hält.

Ein Familienausflug ins Aquarium Shinagawa

Im Aquarium Shinagawa sehen Sie Schildkröten, Haie, Stachelrochen und andere Meerestiere

Im Aquarium Shinagawa sehen Sie Schildkröten, Haie, Stachelrochen und andere Meerestiere

Wenn Sie Kinder dabei haben, ist ein Ausflug in eines der vielen Aquarien in Tokio ein Muss. Japan ist ein Inselstaat und die Verbundenheit zum Meer ist nicht zu leugnen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass es in Tokio mehr erstklassige Aquarien gibt, als Sie an Ihren Fingern abzählen können. Für einen unkomplizierten Familienausflug bietet sich besonders das Aquarium Shinagawa an, denn es liegt zentral, in der Nähe vieler Hotels und ist gut angebunden. Hier können Sie in eine Unterwasserwelt mit 450 verschiedenen Arten von Meereslebewesen eintauchen und in einem 500 Tonnen fassenden Aquariumbecken grüne Meeresschildkröten, Riesenrochen und mehr beobachten.

Der 22 Meter lange Unterwassertunnel aus Acrylglas wird bei kleinen Abenteurern ein Highlight sein, denn es schwimmen Haie und Schwärme von schillernden Fischen vorbei. Sie sollten auch unbedingt beim Quallenaquarium vorbeischauen, das mit Hunderten winzigen, flackernden Lichtern beleuchtet ist. Es wird mit Sicherheit für große Augen und faszinierende Momente sorgen. Das Aquarium Shinagawa ist relativ klein und beherbergt 28 Ausstellungen, sodass Sie danach immer noch Zeit haben, die Stadt weiter zu erkunden.

Mit Freunden und Einheimischen im Ruby Room feiern

Der Ruby Room Tokyo ist das Herz der Indieszene in Tokio

Der Ruby Room Tokyo ist das Herz der Indieszene in Tokio

Im Ruby Room trifft Tokios experimentelle Clubszene auf Indie-Fans. Dieser Club eines amerikanischen Besitzers liegt im Herzen von Shibuya und ist für sein internationales Lineup sowie die günstigen Eintrittspreise berühmt. Die hier gespielte Musik ist durch und durch alternativ und wird von einem einzigartigen japanischen Underground-Vibe begleitet, bei dem Sie schon lostanzen, noch bevor Sie Ihren ersten Drink bestellt haben. Hier ist der perfekte Ort, um mit dem ganzen Freundeskreis eine unvergessliche Party-Nacht zu erleben oder sich mit einer ganz besonderen Person auf der Tanzfläche zu drehen.

Shibuya hat so einiges für Nachtschwärmer zu bieten, von neonbeleuchteten Kneipentouren mit Freunden bis hin zu traditionellen Izakayas, in die Sie sich mit jemand Besonderem setzen können. Letztere sind eine Art Kneipe, in der Sie vielen Einheimischen begegnen werden, während Sie Sake trinken und kleine Häppchen wie Yakitori und gegrilltes Fleisch genießen. Ein authentisches Izakaya-Erlebnis finden Sie im Tenku no Tsuki, nur fünf Gehminuten vom Ruby Room entfernt.

Ein Moment der Ruhe im Shinjuku Gyoen

Picknicken Sie in der schönen Landschaft des Parks Shinjuku Gyoen

Picknicken Sie in der schönen Landschaft des Parks Shinjuku Gyoen

Wenn Sie alleine reisen und zwischendurch mal eine Pause vom Leute kennenlernen und Sightseeing brauchen, ist Tokios grünes Herz, der Park Shinjuku Gyoen, der perfekte Ort dafür. Unzählige Wasserfälle und blühende Kirschbäume erwarten Sie in diesem Stadtpark, der selbst dem Central Park Konkurrenz machen könnte. Seine Geschichte reicht bis in das Jahr 1590 zurück, als das Land in der japanischen Edo-Zeit an die feudale Familie Naitō übergeben wurde. Nun sind die Gärten für 500 ¥ für jedermann zugänglich – das entspricht ungefähr dem Preis eines Kaffees.

Schnappen Sie sich ein Buch, packen Sie ein Picknick ein und wandern Sie entlang der sich durch den Park schlängelnden Wasserwege, über Holzstege und auf von Bäumen gesäumten Boulevards, bis Sie die perfekte Lichtung zum Ausruhen finden. Schauen Sie dabei ab und zu auch mal nach oben – die obersten Stockwerke von Hochhäusern, die sich hier und da in den blauen Himmel recken, sind in dieser Oase der Ruhe das einzige Anzeichen der um sie herum liegenden Großstadt.

Entdecken Sie die Aromen auf dem Toyosu-Fischmarkt

Frische Meeresfrüchte auf dem Fischmarkt Toyosu

Frische Meeresfrüchte auf dem Fischmarkt Toyosu

Der Toyosu-Fischmarkt ist ein Muss für alle, die Tokio einen Besuch abstatten, besonders, wenn Sie Sushi und moderne japanische Kultur lieben. Der berühmte Fischmarkt ist auf der ganzen Welt für seine täglichen Tunfisch-Auktionen bekannt, die noch vor Sonnenaufgang beginnen und wieder enden. Er liegt am südöstlichen Ende der Stadt in einem geschäftigen Hafen in der Bucht von Tokio und ist nicht nur ein Fest für Ihren Magen, sondern auch für die Augen. Wenn Sie früh aufstehen, können Sie sehen, wie der Fang des Tages angeliefert wird und bei der Auktion mitbieten – aber falls Sie gewinnen, müssen Sie tief in die Tasche greifen: 2021 wurde ein Blauflossenthunfisch für 20,8 Millionen Yen (~160.000 €) verkauft.

Sollten Sie mit jemandem reisen, dem bei noch lebenden Meerestieren und Fischmärkten etwas anders wird, können Sie vielleicht mit dem Argument, dass der Toyosu-Fischmarkt als einer der saubersten Märkte der Welt gilt, punkten. Einheimische essen hier oft zu Mittag und frischeres Sushi werden Sie kaum finden, denn es kommt praktisch direkt aus dem Meer auf den Teller.

Ein Streifzug durch den Sensō-ji-Tempel in Asakusa

Entdecken Sie den Tempel Sensō-ji

Entdecken Sie den Tempel Sensō-ji

Der Sensō-ji-Tempel ist die kulturell bedeutendste Stätte Tokios und eines von nur zwei Gebäuden im Bezirk Taitō, das den Zweiten Weltkrieg überdauert hat. Dieser Schrein aus der Edo-Zeit wurde gebaut, als der Legende nach zwei Brüder eine Guanyin-Statue aus dem nahegelegenen Fluss Sumida zogen. Guanyin ist die Göttin der Barmherzigkeit und die chinesische Entsprechung des Bodhisattva – Buddha – in weiblicher Form.

Der Eintritt in den Tempel ist frei, aber Spenden sind willkommen. Dieser Ort ist eine aktive Kultstätte für die Einheimischen, wo sie an jedem Tag der Woche traditionelle Rituale beobachten können. Streifen Sie in aller Ruhe durch die heiligen Gänge und weitläufigen Gärten des Tempels und bewundern Sie dabei die antike Architektur und die berühmten roten Laternen, die den Weg zur Einkaufsstraße Nakamise säumen. Wenn Sie den Tempel früh morgens besuchen, haben Sie ihn fast für sich allein und können ihn ohne Menschenmassen entdecken.

Eintauchen in die Fantasiewelt des Ghibli-Museums

Studio Ghibli Museum, Tokio

Studio Ghibli Museum, Tokio

Das herzerwärmende Repertoire des Studio Ghibli und seines Mitbegründers Hayao Miyazaki ist berühmt in der Animationswelt und dementsprechend ist das Studio Ghibli eines der renommiertesten der Welt. Hier entstanden Filme wie Chihiros Reise ins Zauberland und Das wandelnde Schloss sowie nicht mehr wegzudenkende Figuren wie das große, katzenartige Wesen Totoro.

Das Studio Ghibli ist bekannt für herzerwärmende, durch und durch kunstvolle Produktionen mit melancholischen Untertönen, die Kinder unterhalten und bei Erwachsenen längst vergessene Erinnerungen wecken. Das Studio ist so tief in der Popkultur verwurzelt, dass eine drohende Schließung des Museums kürzlich durch rekordverdächtige Crowdfunding-Kampagnen verhindert wurde.

Das Ghibli-Museum liegt in Mitaka, eine 38-minütige U-Bahnfahrt von Shinjuku entfernt. Hier können Sie kindliche Fantasiewelten auf meditative Weise entdecken – durch Kunstwerke zum Anfassen, riesige Indoor-Labyrinthe, Studio-Sets und mehr. Es gibt auch einen von Ghibli-Figuren bevölkerten Garten und ein Restaurant, in dem Sie eine Pause einlegen und sich stärken können.

Japanische Haute-Cuisine für zwei

Kaiseki in der entspannten Atmosphäre des Nanzenji Hyotei Hibiya

Kaiseki in der entspannten Atmosphäre des Nanzenji Hyotei Hibiya

Nur Frankreich hat noch mehr Michelin-Sterne-Restaurants als Japan, nach köstlichem Essen muss man hier also nicht lange suchen. Dank der ausgeprägten Esskultur des Landes wird selbst das Essen in den kleinsten, unscheinbarsten Restaurants zur Gaumenfreude. Wenn Sie auf der Suche nach dem besten kulinarischen Erlebnis sind, das Sie mit einem geliebten Menschen teilen können, liegen Sie mit Kaiseki-Ryōri genau richtig. Kaiseki gilt als eine der raffiniertesten Küchen der Welt und überzeugt mit einer einzigartigen Mischung aus Geschmack, Konsistenz, Aussehen und Farben der frischen, hochwertigen Zutaten. Es besteht aus vielen, kunstvoll durchdachten kleinen Gerichten, die auf traditionellen Platten und in speziellen Porzellanschalen angerichtet werden.

Im Nanzenji Hyotei Hibiya finden Sie die begehrtesten Plätze für ein authentisches Kaiseki-Ryōri in Tokio. In diesem Restaurant ist das Essen nur die halbe Erfahrung. Jedes Detail ist liebevoll vorbereitet, von der Tischdecke bis hin zu den Tellern, auf denen die Speisen serviert werden. Je nach Ihrem ausgewählten Menü essen Sie in einem privaten Raum oder einer durch Trennwände abgeschirmten Nische, an die kleine Gärten, die Tsubo-Niwa, angrenzen. Bei all dem leckeren Essen, den Sehenswürdigkeiten und der Kultur, werden Sie am Ende Ihrer 48 Stunden in Tokio noch lange nicht genug haben.

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