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Kebabs aus aller Welt

Das Wort „Kebab” hat türkische, Urdu und persische Ursprünge und stammt vom arabischen Wort kabāb ab, das soviel bedeutet wie gebratenes Fleisch. Genauer gesagt ist es Fleisch, das auf einem Spieß über einem offenen Feuer gegrillt wurde, eine Technik, die sich über Jahrhunderte vom Nahen Osten in der ganzen Welt verbreitet hat. Die Einflüsse des Kebabs sind überall zu sehen, vom fein gewürzten griechischen Souvlaki bis zum indonesischen Satay oder zu den südafrikanischen „Sosaties”.

Erfahren Sie, an welchen Orten der Welt Sie diese beliebte Köstlichkeit am besten genießen können.

Türkei

Für den Kebab wird in der Türkei Huhn oder Lamm auf einem Drehspieß geröstet

Für den Kebab wird in der Türkei Huhn oder Lamm auf einem Drehspieß geröstet

Der Kebab ist wahrscheinlich der beliebteste kulinarische Exportartikel der Türkei und hat sich in den verschiedensten Variationen auf der ganzen Welt verbreitet. Beinahe jede türkische Region besitzt ihre eigene Kebabvariation, die häufig dieselben Zutaten verwendet, die aber völlig unterschiedlich zubereitet werden. Die bekannteste Version ist der Döner Kebab mit magerem Lamm- oder Hühnerfleisch, das auf einem Drehspieß geröstet wird, bis es braun und knusprig ist. Eine weitere Variante ist der „Adana-Kebab” aus Birecik
im Südosten der Türkei. Bei dieser Variante wird mit Chili gewürztes Lammhackfleisch auf einen Spieß gewickelt und auf einem Holzfeuer gegrillt. Serviert wird er mit gegrillten Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Petersilie. Bei einem echten Adana-Kebab muss das Fleisch von einem männlichen Lamm aus einer Bio-Aufzucht stammen.

Döner Kebab ist wahrscheinlich der berühmteste kulinarische Export der Türkei

Döner Kebab ist wahrscheinlich der berühmteste kulinarische Export der Türkei

Eine etwas anspruchsvollere Kebabversion ist der „Testi-Kebab”, eine Kombination aus Lammfleisch und Gemüse, das in einem versiegelten Tontopf im eigenen Saft gekocht wird. Der Topf wird erst beim Servieren am Tisch geöffnet. Probieren Sie für wirklich authentischen Genuss den Iskender-Kebab, der nach seinem Erfinder, dem türkischen Metzger İskender Efendi benannt ist. Die besten Iskender-Kebabs finden Sie in Restaurants in der Heimatstadt des Erfinders Bursa, sowie im Viertel Kadiköy in Istanbul), wo knusprige Dönerstreifen in ein Pide (ein weiches, lockeres Fladenbrot) gelegt werden und dann mit köstlicher Tomatensauce, Joghurt und geschmolzener Butter bedeckt werden. Übernachten Sie in den Loka Suites in Kadıköy, einem großartigen Ausgangspunkt, um verschiedene Arten des türkischen Kebabs auszuprobieren.

Griechenland

Tsatsiki, Salat, Pommes und gegrilltes Fleisch gehören in ein griechisches Gyros

Tsatsiki, Salat, Pommes und gegrilltes Fleisch gehören in ein griechisches Gyros

Die Antwort Griechenlands auf den Kebab könnte nicht besser sein. Dort ergänzen einfache Aromen wie Oregano, Knoblauch und Zitrone das gegrillte Fleisch auf wunderbare Art. Eine Version dieser Spezialität vom Mittelmeer, die Sie unbedingt probieren sollten, ist das Gyros. Für dieses Gericht wird Lamm (und heutzutage auch Rindfleisch, Schweinefleisch und Huhn) in einem senkrechten Grill zubereitet und dann in einem gegrillten Pita mit Salat und Tsatsiki (einer Sauce aus griechischem Joghurt, Knoblauch, Zitrone, Gurke und Olivenöl) zubereitet. Die berühmteste Kebab-Variante Griechenlands ist aber Souvlaki, für das das Fleisch in eine Zitronen-Olivenöl-Marinade eingelegt und dann auf Spießen gegrillt wird. Sie können das Fleisch direkt vom Spieß essen oder in einem warmen Pitabrot mit Kirschtomaten, Zwiebeln, einem Klecks Tsatsiki und einer Handvoll knuspriger Pommes. Übernachten Sie im SV Acropolis Residence in Athen und lassen Sie sich von der Vielfalt der köstlichen Kebabvarianten begeistern.

Indien

Die nordindische Stadt Lucknow hat eine lange Tradition, Fleischspieße zu grillen

Die nordindische Stadt Lucknow hat eine lange Tradition, Fleischspieße zu grillen

Es mag erstaunen, dass Indien – ein Land, das für seine vegetarische Küche bekannt ist, eine erstaunlich vielfältige Auswahl an Kebabs vorzuweisen hat. Kebab-Fans sollten zuerst die nordindische Stadt Lucknow besuchen, die eine besonders lange Tradition hat, Fleischspieße zu grillen und dort mit einem „Galouti-Kebab” („Galouti” steht für „weich”) beginnen. Diese Köstlichkeit, die einem auf der Zunge zergeht, wurde angeblich für den Nawab Wajid Ali Shah, den letzten Nawab of Awadh kreiert, der im hohen Alter ohne Zähne den normalen Kebab nicht mehr kauen konnte (aber trotzdem nicht darauf verzichten wollte). Die königliche Küche entwickelte also ein saftiges und schmackhaftes Rezept mit feinem Lamm-, Hammel- oder der Ziegenhackfleisch mit frischer Papaya und vielen Gewürzen, alles zu Frikadellen geformt und gebraten.

Indische Kebabs sind üblicherweise aromatisch und außen knusprig und innen weich

Indische Kebabs sind üblicherweise aromatisch und außen knusprig und innen weich

Eine weitere frikadellenähnliche Kebabart ist der Shami-Kebab, der vermutlich während der Zeit des Mogulreiches aus dem Ausland nach Indien kam. Dieses aromatische Gericht besteht aus Lammhackfleisch, Kichererbsen, Koriander und Eiern, wird gegrillt oder fritiert und außen knusprig und innen weich serviert. Indien erhebt auch einen Anspruch auf den Seekh-Kebab aus Hackfleisch mit Koriander, Zimt und Kurkuma, der am Spieß in einem Tandoori gekocht und auf Chutney, Zwiebeln und einem buttrigem Fladenbrot serviert wird. Gönnen Sie sich einen Aufenthalt im Taj Mahal in Lucknow, der selbst dem kebab-verrücktem Nawab würdig wäre.

Indonesien

Das Satay mit seiner süßen Erdnusssauce ist die indonesische Version des Kebabs

Das Satay mit seiner süßen Erdnusssauce ist die indonesische Version des Kebabs

In Indonesien (und großen Teilen Südostasiens) wird gegrilltes Fleisch am Spieß „Satay” genannt. Die Rezepte variieren je nach Region, aber es handelt sich immer um gewürztes, mariniertes Hühnchen (oder Rind- oder Lammfleisch), das auf der Glut eines Holzkohlegrills zubereitet wird, bevor es auf ein dünnes Bambusstäbchen gesteckt wird. Das Wichtigste am Satay ist aber seine feurige, süße Erdnusssauce – cremig und mit Chili gewürzt. Die Saucen bestehen zwar alle aus Erdnuss, aber es gibt dennoch Unterschiede – manche sind mit Zitronengras oder mit anderen Gewürzen aromatisiert. Wenn Sie sich für eine schärfere Sauce entscheiden, sollten Sie zusätzlich unbedingt die mildere Gurken-Joghurt-Sauce bestellen. Übernachten Sie in der indonesischen Hauptstadt Jakarta im bezaubernden B&B Tomang.

Südafrika

„Sosaties” (Fleischspieße) sind der Höhepunkt der südafrikanischen Küche

„Sosaties” (Fleischspieße) sind der Höhepunkt der südafrikanischen Küche

In Südafrika dreht sich das Leben häufig um das „Braai” (Afrikaans für „Grillen”). Deshalb ist es ganz selbstverständlich, dass es auch hier köstliche Kebabs gibt. Diese Spieße mit Lamm-, Hammel-, Rind-, Schweine- oder Hühnerfleisch mit getrockneten Aprikosen, Paprika und Zwiebeln, mariniert mit Gewürzen und goldbraun gegrillt, werden „Sosaties” genannt. Dieses Gericht hat malaiische Wurzeln, denn die verwendeten Gewürze kamen mit den indonesischen Sklaven, die die niederländischen Siedler mitbrachten, nach Südafrika. Die Rezepte variieren je nach Verhältnis der Gewürze – bei manchen ist mehr Kreuzkümmel und bei anderen mehr süße Aprikose und Curry enthalten. Probieren Sie sich durch Südafrika und experimentieren Sie mit verschiedenen Varianten, vor allem wenn Sie eine Version aus regional hergestellten Würstchen („Boerwors”) entdecken. Genießen Sie den atemberaubenden Blick auf Camps Bay und das hausgemachte Frühstück in der Boutique@10 in Kapstadt.